Constanze Brauns erhielt von der Stadt Bernburg den Sanierungspreis 2007

 
Mitteldeutsche Zeitung Mai 2008
 
   
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Ein neues Kleinod in der Talstadt  von Heiko Wigrim,  

Bernburg/MZ. "Wenn ich vorher gewusst hätte, was alles auf mich zukommt, dann hätte ich die Finger davongelassen.
Noch einmal würde ich so etwas nicht wieder tun." Glücklicherweise wusste Constanze Brauns nichts von den Schwierigkeiten
 und schier unlösbaren Problemen, die mit der Sanierung ihres Hauses in der Bernburger Seegasse 14 verbunden waren.
Denn sonst wäre die Bernburger Talstadt um ein denkmalgerecht saniertes Haus ärmer und Constanze Brauns hätte auch
nicht den Sanierungspreis 2007 der Stadt Bernburg empfangen können.
Constanze Brauns fing von Grund auf neu an: Glücklicherweise half ihr ein Freund und Fachmann.
"Mit Martin Schöbel habe ich den Grundriss neu erarbeitet, wir haben meine Vorstellungen, Wünsche und finanziellen
 Möglichkeiten analysiert." Zweiter Glücksfall: Baubetreuer Gunnar Müller war ständiger Begleiter der Sanierungsarbeiten.

Und noch einmal hatte Frau Brauns Glück - mit der Baufirma Roßberg aus Peißen.
 "Das war wie ein Geschenk Gottes." Neben der fachgerechten Ausführung der Sanierungsarbeiten
übernahm der Firmenchef auch die Beruhigung der Nachbarn.
Die liefen nämlich bereits Sturm wegen der Belästigungen durch die Bauarbeiten.
"Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht mehr - meine Nerven lagen blank."  

Ohne ihre Familie und Freunde hätte sie längst aufgeben müssen, blickt Constanze Brauns zurück.
"Wir haben außer den Arbeiten durch die Rohbaufirma und den Tischlerarbeiten alles selbst gemacht.
" Beispielsweise das Verfugen der Mauersteine im Haus. "Da habe ich mir im Winter noch eine Lungenentzündung geholt."
 Um die Sanierung noch hinzukriegen, musste der Kredit aufgestockt werden.
"Und ohne die nicht wenigen Fördermittel von der Stadt Bernburg hätte ich die Sache niemals packen können."
Im Spätsommer 2007 konnte die Hauseigentümerin endlich in ihr neues Domizil einziehen. 

Vom Sanierungspreis wurde Constanze Brauns überrascht. "Ich dachte erst, wieso gibt mir die Stadt einen Preis,
 ohne mich zuvor zu fragen. Doch inzwischen bin ich sogar etwas stolz darauf."